Theo’s Tipp im Dezember 2021

Liebe Gartenfreunde,

Unsere Vorfahren verwenden seit ca. 400.000 Jahren Brennholz zum Heizen und Kochen. Auch heute genießen wir die wohlige Wärme aus Kamin und Ofen. Es liegt nach all der Zeit vielleicht schon in unseren Genen, dass wir Feuer und Flamme schätzen.
Ob wir Holz selbst werben oder im LandMarkt kaufen, eine fachgerechte Einlagerung ist wichtig. Der Brennwert des Holzes hängt in erster Linie von seinem Feuchtigkeitsgehalt ab. Optimal sind 15% bis 20%. Hierfür kann man Testgeräte erwerben. An diesen befinden sich zwei Metalldorne, die ins Holz gebohrt werden. Über den elektrischen Leitwert wird die Feuchtigkeit gemessen. Bei der Verbrennung von zu feuchtem Holz, muss zunächst Wärme für die Verdunstung des Wassers im Holz aufgebraucht werden. Das ist sehr energieaufwändig und kann bei feuchtem Holz 40% der Energie verbrauchen. Der Feuchtegehalt des Brennholzes ist für den Heizwert wichtiger als die Art der Hölzer. Hier liefern Esche, Buche und Hainbuche beste Qualitäten. Auch Eiche ist nach längerer Lagerzeit sehr gut zu verwenden.
Holz lagert am besten bei hohem Luftaustausch und von oben und unten trocken. Sehr gut sind Carports oder Hauswände mit Dachüberstand. Dann aber für einen Schutz von unten gegen Bodenfeuchte sorgen. Bei Hauswänden das Holz nicht direkt an der Wand stapeln, sondern einen Spalt lassen, damit die Luft hinterm Holz zirkulieren kann. Auch von oben sollten Regen und Schnee ferngehalten werden. Wer Platz hat, kann auch Holz in Gitterboxen lagern. Aber auch diese sollten von oben gegen Regen geschützt sein.
Zum Anmachen verwende ich in Paraffin getränkte Holzwolle. Diese zündet schnell und riecht angenehm. Vor dem Anzünden ziehe ich das Pad etwas auseinander. Wer keine Braunkohlebriketts verwendet, kann auch die Asche zum Düngen verwenden. Hierbei ist Vorsicht angesagt. Bei kleinen Gärten kommt man schnell an die Grenzen der Überversorgung. Nach der Verbrennung des Holzes finden sich in der Asche Teilbestandteile des Baumes in konzentrierter Form. Während Kohlenstoff, Schwefel und Stickstoff beim Verbrennen in die Luft entweichen, bleiben vor allem Dingen Calcium (Brandkalk), Kalium, Phosphor, Eisen und Spurenelemente aber auch Schwermetalle in der Asche. Der phWert ist sehr hoch. Wer mit Asche düngt, sollte Moorbeet-Pflanzen und Nutzpflanzen aussparen. Eine Entsorgung der erkalteten Asche über den Hausmüll ist vorzuziehen.
Beim Holzkauf wird der Käufer mit verschiedenen Mengeneinheiten konfrontiert. Zu den verschiedenen Maßeinheiten mit denen Holz gehandelt wird gehören Festmeter, Raummeter und Schüttraummeter.
Der Festmeter ist das tatsächliche Volumen des Stammes (das reine Holz). Hierfür wird der durchschnittliche Flächeninhalt des Stammes auf Hälfte seiner Länge mit der Gesamtlänge multipliziert.
Der Raummeter bezeichnet gestapeltes Holz. Dieser enthält zusätzlich die Lücken, die zwischen den gestapelten Holzstücken entstehen.
Noch weniger Holz findet sich im Schüttraummeter. In willkürlich aufgeschütteten Holzhaufen sind noch mehr Lücken zu finden.
Ein Festmeter Holz ergibt 1,4 Raummeter und 2,3 Schüttraummeter
Ein Raummeter Holz ergibt 0,7 Festmeter und 1,4 Schüttraummeter
Ein Schüttraummeter ergibt 0,4 Festmeter und 0,7 Raummeter
Vorm ersten Advent am Samstag habe ich mich wieder mit den Lichterketten gequält, bis ich diese enttüddelt hatte. Ich habe den Tipp bekommen, zukünftig Drahtkleiderbügel aus der Reinigung zu nehmen und über diese die Lichterketten beim Einlagern nach Weihnachten zu wickeln. Mal schauen, wie es klappt.
Ihnen und Ihren Familien besinnliche Festtage
Euer Theo