Theos Tipp September 2026

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Ihr LandMarkt Team

Regional und Kompetent

Liebe Gartenfreunde,

alles Leben an Land kommt aus dem Boden und geht auch dahin zurück.

Gäbe es kein Leben, dann gäbe es keinen Boden, sondern nur Gestein vom Felsbrocken bis zum Sandkorn. Erst organisches Material macht aus Gestein Boden. Organisches totes Material zersetzt sich mit Hilfe von Insekten, Würmern, Asseln, Mikroben und Pilzen zu Humus. Im Waldboden kann man es sehr gut beobachten. Hier liegt der Humus in unterschiedlichen Zersetzungsstufen. Obenauf kleine Äste und Laub, die immer frisch dazukommen. Dieses zersetzt sich zu Mulch und dann zu Humus. Wer einen Gartenboden aufgräbt, sieht wie tief der Humus reicht. Nach der stark humosen Schicht kommt eine Übergangszone und dann das Grundgestein. Humus ist schwarz mit dunklen Brauntönen. Die schwarzen Zonen im Boden sind humusreich. Humus sorgt mit seinen Zersetzungsprozessen und dunklen Farbe dafür, dass es die Pflanzen warm an den Wurzeln haben. Humus verkrümelt Sandkörner und sorgt damit für eine gut durchlüftete Boden Struktur. Humus hält Wasser und sorgt dafür, dass Wasser auch gut in den Boden eindringt. Wenn Humus weiter mineralisiert, setzt er Nährstoffe für die Pflanze frei.

Noch gar nicht so lange her, da haben Wissenschaftler den „Humat-Effekt“ entdeckt. In humusreichen Böden sind mineralisierte Nährstoffe viel mobilisierbarer, da sie nicht an Eisen- und Aluminium Verbindungen gebunden sind. Alles Gründe für die Fruchtbarkeit humoser Böden! Fast alle Pflanzen lieben Humus. Gerade im Gemüsebeet können mit humosen Böden Rekord Ernten erzeugt werden.

Als Gärtner, haben wir viele Möglichkeiten Humus zu generieren. Wichtig ist der Komposthaufen. Hier werden die Zersetzungsprozesse vorab abgeschlossen. Fertiger Kompost ist wertvolles Material im Garten. Durch die Wärme bei der Kompostierung werden auch Pflanzenkrankheiten und Unkrautsamen beseitigt. Kleintiermist sorgt für die Auffüllung der Humus Vorräte. Genau so wie beim Komposthaufen sollte Mist vor dem Ausbringen abgelagert werden. Dafür ist der Misthaufen da. Eine weitere Möglichkeit ist der Anbau von Zwischenfrüchten. Diese zersetzten sich schnell im Beet und brauchen nicht abgelagert werden.

Es gibt eine Reihe wertvoller organischer Dünger wie Hornspäne oder Kakaoschalen, die den Humusgehalt steigern. Reifer Humus muss nicht untergegraben werden. Es helfen uns die nützlichen Kleinstlebewesen, die den organischen Humus schnell in den Boden einarbeiten.

Wenn man darüber sinniert – bewundernswert wie in der Natur die Kreisläufe ineinandergreifen.

Euer Theo